|
Saisonabschlussbericht - Porsche Super Sports Cup 2008
Am Wochenende 04./05. Oktober war das letzte Rennen der Saison in Hockenheim.
Was bleibt als Fazit der Saison 2008 ?
In einem Satz gesagt : „Wer schon kein Glück hat, bei dem kommt auch noch Pech dazu“ Oder mediengerechter formuliert, „ Wir hatten eine durchwachsene Saison“.
Aber der Reihe nach :
Hockenheim 03./04. Mai Saisonauftakt Qualifying : Manfred Ahlden stellt mit einem Rückstand von 0,7 Sekunden unser Auto auf Startplatz 8. Neun Fahrzeuge innerhalb einer Sekunde ! Erstes Rennen Platz 4, im zweiten Rennen auf Platz 2 – guter Start ! Wir sind bei der Musik, sprich vorn mit dabei.
Nürburgring 17./ 18. Mai (Grand Prix Kurs) Im freien Training auf Platz 22 ?? Noch kein Beinbruch, aber dafür Bruch des 5.Ganges – Getriebeschaden. Also Getriebe raus, Ersatzteil besorgt und OP am „offenen Herzen“ unter den Bedingungen im Motorhome – das ist wie eine schwierige Beinoperation im Feldlazarett, aber unsere Mechaniker bekommen das tatsächlich hin - fantastisch Jungs ! Dumm nur, ein paar Minuten fehlten, um noch das Qualifying fahren zu können – keine Qualifikationszeit heißt schlicht und ergreifend letzter Startplatz (P 40) Im Rennen schneidet Manfred Ahlden durch das Feld, wie das sprichwörtliche warme Messer durch die Butter und stellt das Auto nach 30 Minuten und der schwarz/weiß karierten Flagge auf Platz 7. Super Leistung ! Den Sieg machen jedoch andere unter sich aus. Im zweiten Rennen ergibt sich die Startaufstellung aus den Ergebnissen des ersten Rennens, also fahren wir von P 7 los, da geht was ! Aber nur wenn das Rennen auch stattfindet, leider ist am Sonntag so dichter Nebel (Eifelwetter eben), dass die Rennen abgesagt werden müssen. Oschersleben 14./15. Juni,
Manfred Ahlden ist sensationell unterwegs, im freien Training schnellster und im Qualifying Poleposition 1:32,952. Fahrer und Team sind happy. Wir wussten, dass wir`s können, aber im Rennsport zählen bekanntermaßen nur die Fakten.
Das erste Rennen geht los - Manfred Ahlden gewinnt den fliegenden Start, auch Indianapolis Start genannt und führt das Rennen sicher an. Als die ersten Überrundungen nach der Hälfte des Rennens anstehen ist ein Fahrer der Meinung, dass blaue Flaggen schön aussehen, aber für Ihn keinerlei Bedeutung haben. ( Blaue Flaggen signalisieren den Fahrern „schnelleres Auto kommt, überholen lassen“. ) In der Kurve macht der „Kollege“ erst „die Tür“ zu , um dann auf der Geraden zur „Hasseröder Kurve“ als Manfred schon neben ihm ist, die Tür noch mal so heftig zuzuschlagen das sich die Fahrzeuge berühren und wir im Kies landen – Abschuss. (Den nicht ganz druckreifen Originalkommentar gibt’s in You Tube unter Video Porsche und Ahlden.) Sieg weg, saldo nullo und letzter Startplatz beim zweiten Rennen. Im zweiten Rennen, das De´ja-vu vom Nürburgring, letzter Startplatz – Manfred gibt und riskiert alles, Berührungen der Fahrzeuge bleiben da nicht aus, Riesengaudi für alle Zuschauer. Als die Zielflagge fällt sind Fahrer und Team happy – wir hätten gewinnen können, wenn…. aber wie gesagt : Fakten, Fakten, Fakten. Fakt ist Platz 6 – sensationell ! Fakt ist aber auch, durch den Lackaustausch mit den Konkurrenten ist der Kühler leck geschlagen und der Motor überhitzt, die Folge Motorschaden – ein Wochenende zum Vergessen !
Spa Francorchamps 09./10. August
Jetzt ging es zur legendären Strecke nach Belgien mit der berühmten Eau Rouge Senke. Dort sind wir seit Jahren nicht mehr gefahren, weil diese Strecke im Carrera Cup, wo unser Schwerpunkt der letzten Jahre lag, nicht gefahren wird. Dass Streckenkenntnis essentiell ist, wurde im Qualifying schnell deutlich, Platz 9 - nicht das erwartete Ergebnis. Aber Manfred Ahlden ist nicht nur Teamchef sondern Racer und im Rennen geht immer noch was, so war`s dann auch. Als es in die letzte Runde ging lag er auf Platz 6 und hatten Platz 5 im Visier. Beim Pushen, um den Vordermann unter Druck zu setzten, passierte es - eine kleine Unkonzentriertheit beim runterschalten und schon gings in einem Dreher ins Kiesbett. Fahrer zerknirscht, weil er selbstkritisch sagt : Mein Fehler. Team zerknirscht Erinnerungen an Oschersleben werden wach. Nach Begutachtung des Autos dann die Entscheidung, im zweiten Rennen nicht anzutreten um größere Schäden zu vermeiden. Eurospeedway Lausitzring 13./14. September Bei Testfahrten hatten wir eine ausgezeichnete Performance gezeigt, sodass wir optimistisch zur östlichsten Rennstrecke in Deutschland fuhren. Im freien Training legten wir dann auch prompt die schnellste Zeit hin, leider nicht im Qualifying dort sprang nur P 4 raus. Das hinderte unseren Fahrer nicht daran mit einem fehlerfreien Rennen auf`s Treppchen Platz 3 zu fahren. Das Team ist gut drauf – geht doch ! Sonntag - zweites Rennen, erste Kurve, ein Konkurrent fährt in eine Lücke, die er sich erst noch schaffen muss, weil unser Auto noch dort ist, danach leider nicht mehr. Wir verlieren durch diese Aktion einige Plätze. Beim Weg wieder nach vorn zur Spitze, dann eine Kollision mit Folgen - Defekt und aus. Hinterher gibt der Teamchef zu Protokoll : „ Ich war an der Stelle übermotiviert, das war vermeidbar“ Ehrliche Ansage, aber wer will es Ihm verdenken – nach der Vorgeschichte ! Hockenheim 04./05.10 Saisonabschlußrennen Und schon schon schließt sich der Kreis unseres Saisonrückblicks.
Ausgangssituation : In der Jahreswertung liegt Manfred Ahlden mit 77,8 Punkten auf Platz 4.  Auf Platz 3 liegt mit 86,2 Punkten Raffi Bader. Pro Wertungslauf werden 20 Punkte für den Sieger vergeben, damit ist in der Jahresendabrechnung der dritte Platz ein realistische Ziel. Das freie Training und das Qualifying werden im Nassen gefahren. Ergebnis Startplatz 3. Zum Rennen ist es trocken und schon in der Einführungsrunde müssen wir erkennen, das wir uns im Setup vertan haben, das Auto schiebt und rubbelt über die Vorderräder ( es untersteuert ). In einem Sprintrennen von 30 Minuten lässt sich daran auch nichts mehr ändern. Unser Fahrer kämpft wie der sprichwörtliche Löwe, aber nicht mit den Gegnern sondern mit dem Auto. Sein Kommentar als er völlig durchgeschwitzt aus dem Auto steigt : „Ich habe noch nie so hart im Auto gearbeitet, aber mit einer stumpfen Waffe geht nicht mehr“ am Ende notieren wir Platz 6. Bei bestem Herbstwetter geht es am Sonntag zum letzten Wertungslauf auf die Strecke. Das Auto wurde neu abgestimmt und es stellt sich schnell heraus, dass es gut funktioniert. Schon kurz nach dem Start ist unser Teamchef auf Platz 4 nach vorn gefahren. Bis zwei Safety Car Phasen das Rennen neutralisieren. Reichlich 3 Minuten vor erreichen der 30 Minuten Renndauer wird das Rennen noch mal freigegeben. In der Kampfgruppe um Platz 3,4 und 5 wird jetzt recht rustikal um die Plätze gekämpft. Natürlich gibt keiner seinen Platz kampflos preis, leidtragender der Rauferei in der letzten Runde ist Manfred Ahlden und sein Auto, mit defektem Kühler stellte er es ab.
Jetzt bekommt das eingangs zitierte Saisonfazit „ Wer schon kein Glück hat bei dem kommt auch noch Pech hinzu“ eine ganz neue Bedeutung. Glück für Raffi Bader und herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz in der Jahresendwertung. Glückwunsch an der Stelle auch dem Gesamtsieger Michael Seifert sowie dem Vize Swen Dolenc.
In der kommenden Saison sehen wir uns wieder und dann muss mit Manfred Ahlden als Aspirant für den Gesamtsieg gerechnet werden. Unser zweiter Fahrer Reinhard Winter hat die erste Saison im Porsche Sports Cup genutzt, um sich in der Drivers Challenge Serie fahrerisch weiterzuentwickeln. Das dieses Ziel erreicht wurde ist an der Entwicklung der Rundenzeiten zu erkennen. In der kommenden Saison wird es darum gehen, dass er sich in der Porsche Sports Cup Serie in seiner Fahrzeugklasse etablieren kann. Den besten „Lehrmeister“ dafür hat er im eigenen Team. Wir sind gespannt ! Jetzt stellen wir erstmal die Autos in die Garage. Wir sind aber nicht untätig sondern anders tätig ! Das Hauptaugenmerk liegt jetzt auf der Verbesserung der Performance des Faktors Mensch. Denn Kondition, Kraft und Ausdauer sind die Basis für einen erfolgreichen Rennfahrer. Besuchen Sie uns öfter auf unserer Homepage, dort werden wir Sie regelmäßig über unsere Aktivitäten informieren – verfolgen Sie unsere Saisonvorbereitung.
Zum Abschluss ein herzliches Dankeschön an unsere Werbepartner für die großzügige Unterstützung und die gute Zusammenarbeit. Wir bedanken uns auch ganz herzlich bei unseren Fans und allen, die uns unterstützt und die Daumen gedrückt haben. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in der Saison 2009.
Bleiben Sie uns gewogen
Ihr Ahlden Motorsport Team
|